Die Weser – der zweitlängste Fluss Deutschlands – liegt genau vor meiner Haustür. Dennoch war ich aufgrund meiner vielen größeren Auslandstrips schon einige Zeit nicht mehr mit dem Kajak auf dieser Bundeswasserstrasse und wollte das in diesem Jahr auf alle Fälle wieder ändern. Einfach mal kurz nach Feierabend das Jackson Kayak aufs Autodach schmeissen, eine Handvoll Köder und ein bis zwei Ruten einpacken, und ab ans Wasser – das ist es doch, was das Kajakangeln so schön unkompliziert macht.

Einige Male war ich nun im Sommer entweder mit dem Liska oder dem vom Fex Drive E angetriebenen Coosa FD auf der Weser und war überrascht, wie erfolgreich mal wieder kleine Wobbler an den Buhnenköpfen oder direkt in den Buhnen sein können. So hatte ich früher schon immer an der Weser gefischt, hauptsächlich in den Abendstunden. Dieses Jahr war es allerdings völlig egal, zu welcher Uhrzeit ich auf dem Wasser war – die Hechte, Zander, Barsche, Rapfen und Döbel haben eigentlich durchgehend von morgens bis abends gebissen; zumindest konnte ich persönlich keinen großen Unterschied feststellen. Noch viel überraschter war ich, wieviele Hechte sich mittlerweile in der Weser tummeln, vor zwei bis drei Jahren waren sie eher noch die Ausnahme.

Mein Tackle für diese Kurztrips halte ich meist so schlicht wie möglich, um wirklich schnell aufs Wasser zu kommen und nicht erst eine halbe Stunde lang am Ufer rumbasteln zu müssen. Knapp 5 Minuten brauche ich, um das Kajak vom Dach zu holen und auszurüsten. In den meisten Fällen habe ich mein Echolot und den Rebelcell Lithium Akku dabei. Bei den Ruten fällt meine Wahl fast immer auf die 1,85 m Spro Vibre Rute mit 60 g Wurfgewicht oder die 28 g Shimano Biomaster. Lieblingsrolle: die Shimano Stella 2500FE. Der Westin W3 Unterfangkescher in Größe L ist perfekt fürs Kajak und für grosse Fische, sofern man den Griff absägt. Der Tightline Anchor hält mich am Platz und bei den Ködern reichen mir tatsächlich eine Handvoll Wobbler und Gummis, zumindest bei den kurzen Angelausflügen. Schwimmweste ist Pflicht – egal wie klein oder flach ein Gewässer ist!

Ich bin jedenfalls wieder auf den Geschmack gekommen, meinen Heimatfluss zu befischen und freue mich auf viele weitere kurze Sessions auf der Weser!